Kostenerstattung bei Fahrten zum Impfzentrum

Geschrieben am 19.01.2021


Bei der Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 handelt es sich um eine Leistung im Sinne des § 60 Abs. 1 Satz 1 SGB V (Leistung der Krankenkassen). Daher empfiehlt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen GKV, die Fahrkosten zum Impfzentrum gemäß § 60 SGB V für gesetzlich Versicherte zu übernehmen, sofern die Voraussetzungen des § 60 Abs. 1 SGB V vorliegen. Diese sind:

 

• Schwerbehindertenausweis mit MZ aG, H oder Bl

• Pflegegrad 3 und Mobilitätseinschränkung
  bzw. MZ G

• Pflegegrad 4 oder 5.

 

Die rheinland-pfälzischen Krankenkassen haben mitgeteilt, dass dieser Empfehlung gefolgt wird. Sollte zur Beförderung ein Taxi oder ein anderes höherwertiges Transportmittel erforderlich sein, bedarf es zum Nachweis des medizinisch erforderlichen Transportmittels jedoch vorab einer Verordnung einer Krankenbeförderung von der sonst behandelnden Ärztin oder dem sonst behandelnden Arzt (umgangssprachlich „Taxischein“).

 

Ein Anspruch auf Fahrkosten besteht zudem für Versicherte, die sich parallel zur Corona-Impfung über einen längeren Zeitraum in einer ambulanten Behandlung befinden und daher einen Anspruch auf Übernahme der Fahrkosten nach § 8 Abs. 4 KrTRL haben. Eine Verordnung einer Krankenbeförderung muss ebenfalls zuvor vom Hausarzt ausgestellt werden.