Grund zu feiern bei den Westeifelwerken

Geschrieben am 19.11.2020


Acht Teilnehmer haben den Berufsbildungsbereich erfolgreich abgeschlossen und werden nun in verschiedenste Arbeitsbereiche der Werkstatt integriert. Auch wenn die Feier aufgrund der aktuellen Verordnungen durch die Corona Pandemie auf die beiden Standorte Hermesdorf und Gerolstein aufgeteilt werden musste, so waren die Teilnehmer doch nicht weniger stolz ihr Abschlusszertifikat von der Geschäftsführung überreicht zu bekommen. Und das zu recht.

Alle betreuten Mitarbeiter der WEW haben mal hier angefangen: im Berufsbildungsbereich (BBB). In zwei Jahren und drei Monaten werden hier viele praxisnahe Tätigkeiten ausprobiert, erlernt und gefestigt. Aber nicht nur die Heranführung an verschiedenste Arbeitsfähigkeiten stehen hier im Vordergrund. Denn um diese abzurufen und umzusetzen bedarf es ebenfalls den Erwerb dazugehöriger Schlüsselkompetenzen wie zum Beispiel Kommunikation, Konfliktbewältigung und die Fähigkeit im Team zu arbeiten.

So liegen die Arbeitsschwerpunkte der Bildungsbegleiter in jedem Jahr anders, denn keine Gruppe ist wie die andere. Kreativ sein, Herausforderungen und Persönlichkeiten annehmen und so weiter zu bilden, dass diese später eine wichtige Rolle im Arbeitsablauf der Produktion oder sogar auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einnehmen können, das sind ihre Hauptaufgaben. Und doch kommt der Spaß nicht zu kurz. Auch bei Betriebsbesichtigungen, Tagesausflügen oder Reha- und Sportangeboten wird immer wieder deutlich, wie wichtig die Teilhabe am Arbeitsleben und an der Gemeinschaft vor allem für Menschen mit Beeinträchtigung ist.

Während der Zeit des BBB haben die Teilnehmer bereits die Möglichkeit in Form von Praktika Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche zu erlangen. Teilnehmer, die viel Bewegung und körperliche Auslastung suchen sind zum Beispiel in den Bereichen Holz- und Metallverarbeitung oder aber auch in der Küche gut aufgehoben. In Montage- und Verpackungsgruppen sind überwiegend feinmotorische Fähigkeiten gefragt. Für Personen mit hohem Hilfebedarf gibt es die Möglichkeit, in sogenannten Fördergruppen mit entsprechenden Hilfsvorrichtungen ihren Teil zum Fertigstellen eines Produktes beizutragen.

Auch in diesem Jahr hat jeder Teilnehmer „seine“ passende Gruppe gefunden, wobei es auch hier weiterhin die Möglichkeit gibt, sich weiter zu entwickeln und zu einem späteren Zeitpunkt andere Tätigkeiten zu übernehmen. Dabei wünschen wir viel Erfolg!